Wie der Whisky nach Vorpommern kam.

13.12.2011

Alles fing 1999 bei einem Tasting mit dem „Whisky-Botschafter“ Herrn Rosenberg an. Kaum zu glauben, in Deutschland gibt es einen „Whisky-Botschafter“. Wer soll das denn sein? Was ist das für ein Mensch, was macht ein Whisky-Botschafter“ den ganzen Tag? Das waren meine ersten Gedanken. Zwei Tage war er in Stralsund, im Hotel zur Post führte er an 2 Abenden ein Whisky-Tasting, eine Whisky-Probe durch. Da wollte ich unbedingt dabei sein. So meine ersten Erfahrungen mit Whisky, und meine „Liebe“ begann.
Klaus Derer mochte schon immer einen guten, individuellen Brand! Sich aber damit anzufreunden Whisky selbst zu brennen, das dauerte aber dann doch etliche Monate. Es musste genügend Zeit vorhanden sein, denn das Geld wird mit dem Mosten verdient, und dies hatte schon immer absolute Priorität. Whisky brennen ist sozusagen“ die Krone“ eines Brenners - bringt aber über Jahre erst mal kein Geld. - nur Ausgaben! Und die vielen unbeantworteten Fragen: Fässer, Getreide, Brennblase, Reifung, Zoll, wie wird die Qualität? Und, das Brennen an sich. Fragen über Fragen. Und doch, der Reiz, die Neugier etwas ganz neues zu machen, war größer.

In 2 Jahren (2013)soll er da sein - unser Vorpommerscher Whisky
Der Brenner und die Verantwortlichen wählen üblicherweise das Getreide sehr bewusst aus, legen fest wie gemälzt werden soll, entscheiden sich für die Grundzüge beim Maischen und vergären. Durch die individuelle Destillation ist jetzt ein „Baby“ geboren. Und nach der Auswahl der „Kinderstube“ des Reifens in welchen Eichenfässern endet schon fast der Einfluss der „Eltern. Bei uns begann es ähnlich mit dem Fachmann und Brenner Klaus Derer, die Mitstreiter Birgit und Hannes Derer und H.-Dieter Pohl. Unser Vorhaben und Start begann im Sommer 2010- beim Kauf der Fässer und des Getreides.

Die Einflüsse der Umwelt
Kenner bezeichnen die Fässer auch gern als „die Kinderstuben der Whiskys. Aber nur vom Fass allein wird auch der Whisky nicht geprägt. Das Umfeld, die Umwelt sprich die Lagerstätte spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung bzw. der Reifung des zukünftigen Whiskys, insbesondere bis ins dritte Jahr( erst dann darf er Whisky heißen ). Zuvor wird er „Baby-Whisky“ in Deutschland, New Spirit in Schottland und White Dog in den USA genannt. Es ist schon wichtig wo sich das Lagerhaus, (engl. Warehouse )befindet. Traditionell lagern die Destillate in feuchten Lagerhäusern, hier zirkuliert die Luft stärker, mit diesem Klima wird mehr Alkohol abgegeben bzw. verdunstet(„angels shar“), somit wird der Whisky milder. In den Racked Warehouses, ( Regale mit bis zu 5 übereinander gestapelten Whiskyfässern) löst sich dagegen mehr Wasser als Alkohol. Auch hier gibt es schon bemerkenswerte Differenzen an Verdunstungen der Whiskysaus dem unterstem Rack- zu den Fässern aus dem 5 Stock, in ca.5 m Höhe. Jetzt wissen wir auch warum der Single Malt Whisky nur zu relativ hohen (berechtigten) Preisen zu erhalten ist. „Aber wir wissen jetzt auch, warum in der Nähe von Whisky Brennereien und Lagerhäusern die Kühe immer so glücklich sind“. Durch den Anteil der Engel! Whisk(e)y ist schon ein besonderes und exklusives Destillat. In Derers näherer Umgebung, in Elmenhorst, Der Einfluss der Umwelt ist wichtig, aber nicht annähernd so groß wie jener von Holz-Luft-Zeit. Die Jahre der Reifung, das Holz des Fasses und die Einflüsse der Luft, sowie die der Zirkulation, sprich der Lagerstätte sind ganz entscheident. Unser junges Destillat kam dann zum Reifen in Refill Bourbon Eichenfässern. In diese Refill-Eichenfässer haben wir zuvor, über 8 Wochen, ein Brand aus vorpommerschen Äpfeln und Birnen gelagert. Wir waren der Meinung, es muss ein exklusives, einmaliges unverkennbares Destillat entstehen. Wir wollten keine neuen Eichenfässer! Die meisten Whiskyliebhaber mögen einen weichen, fruchtigen ausgewogenen Malt. Den holzigen Geschmack,das Extreme mögen dann doch eher die „Profis“.Auch über den Platz der Reifung hat Klaus Derer sich viele Gedanken gemacht. In der Lagerhalle oder in den Produktionsräumen - wo hat der frische Spirit seine größte „Freiheit“, Luft und Zirkulation? Wo ist der Austausch am größten ,aber auch die sicherste Lagerung! Wir sind nicht in Schottland - und, was wird heutzutage so alles „geklaut“! Es hat sich gelohnt, lassen Sie sich überraschen von unserem „Baby“. Nach 11 Monaten und 11 Tagen, im Jahr (20)11,ist er in limitierter Auflage als New Spirit zu erhalten. Er hat jetzt schon seine eigene Note und Persönlichkeit. gebrannt bei Derers in Elmenhorst/ Stralsund.

Es hat sich gelohnt, lassen Sie sich überraschen von unserem „Baby“. Nach 11 Monaten und 11 Tagen, im Jahr (20)11,ist er in limitierter Auflage als New Spirit zu erhalten. Er hat jetzt schon seine eigene Note und Persönlichkeit. gebrannt bei Derers in Elmenhorst/ Stralsund.

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Umsetzung: Rainer Jung